Kuehlschrankberatung
Sonntag, 15. November 2015
Wertung im wahrsten Sinne des Wortes verkackt
Liebes Tagebuch,

wie soll ich anfangen?! Am Besten vorne. Eigentlich lief alles nach Plan. Das Carboloading für den Erftlauf hatte gemundet und meine Beine fühlten sich voll und kräftig an. Samstagmorgen gab es eines meiner Lieblingsmahlzeiten: Haferflocken mit Rosinen, Heidelbeeren, Apfel, Joghurt und Zuckerrübensirup. Oh...da könnte ich mich rein setzen, wenn das nicht so ne Sauerrei geben würde.

Nach dem Frühstück ging es dann nach Neuss zu meinen Eltern, um dort in Sachen Kohlenhydraten noch einen drauf zu setzen. Zwei Stücke Kuchen mit Kaffee. Der Magen fühlte sich eigentlich bis dato ziemlich intakt und brav an.

Dann ging es zum Erftlauf und dort sollte dann alles anders laufen als erwartet.
Bereits beim Warmlaufen wurde mir etwas flau in der Magengrube. Eine leichte Übelkeit keimte auf. Zusätzlich gesellte sich eine Neuromuskuläre Schwäche dazu, die ich nicht weiter erläutern möchte. Wie dem auch sei. Mir schien das ein lausiger Magen-Darm-Virus sein Unwesen trieb. Am Bulgur kann dies wohl kaum gelegen haben, denn dies hätte schneller durch geschlagen.

Um Viertel nach zwei ging es dann auf die Piste. Die Beine fühlten sich noch immer gut an. Aber der Verdauungstrakt inklusive sämtlicher glatter Muskulatur im Bereich meines Torsos versagte seinen zuverlässigen Dienst. Es ist schon immer wieder interessant, dass man erst zu schätzen weiß wie toll der Körper funktioniert wenn er es nicht mehr tut.
Nach ein paar Kilometern überkamen mich so starke Krämpfe im Darm, dass ich darüber nach dachte aufzuhören. Zum Glück ebbten diese immer wieder ab und ließen mich Meter um Meter weiter laufen. Die Beine waren nach wie vor in guter Lauflaune. Also weiter. Was sind schon 15 km?!

Die Spasmen im Unterleib kamen immer öfter und stärker. Eine Läuferin, die sich die ganze Zeit in meinem Dunstkreis befand, versuchte mich zu motivieren. Sie merkte scheinbar, dass ich Probleme hatte. Wir erreichten Kilometer 10 und ich war mittlerweile soweit, dass ich konkret über das Aufhören nachdachte. Ich hatte mittlerweile ein ausgewachsenes Durchfallgefühl in mir und konnte kaum mehr an mich halten. Die Läuferin bemühte sich immer weiter mir zuzureden. Trotz der Mühe dieses lieben Menschen wurde es nicht besser. Einen Kilometer hielt ich den ganzen Spaß noch aus bis das Gefühl in meinen Gedärmen gewonnen hatte. Ich konnte keinen Schritt mehr tun. Es brannte und krampfte wie ich es noch nie erlebt hatte. Ich kroch mit zusammen gekniffenem Hintern zurück zur Sportanlage und schaffte es noch rechtzeitig zur Toilette. Komplett wässriger Durchfall mit einem globalen Krankheitsgefühl hatte mich übermannt.

Da dies für mich der letzte Lauf des Cups gewesen wäre und für mich Pflicht war um in die Wertung zu kommen, hatte ich mit meinem Abbruch somit die Cup-Teilnahme komplett versägt. Aber gut, glücklich ist wer akzeptiert was nicht zu ändern ist. Und wie man in den letzten Tagen wieder schmerzlich erkennen musste, gibt es Schlimmeres in dieser Welt.

Nun brummt mir ziemlich die Birne mit einschießenden Kopfschmerzen, was auch Teil dieses Infektes ist. Aber auch das geht vorbei.
Dafür freue ich mich um so mehr, dass die liebe Mocki heute auf der Königsdisziplin ein so tolles Rennen gemacht hat.

In diesem Sinne wünsche ich Dir einen gesunden und erfolgreichen Start in die neue Woche.

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Letzte Aktualisierung: 2016.12.16, 19:49
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