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Sonntag, 24. April 2016
Auf dem Dach der Welt –Teil IV-
kuehlschrankberatung, 17:57h
Liebes Tagebuch,
nach unserem Mahl in mitten einer unwirklichen Hochgebirgslandschaft ging die Reise weiter. Die Straße schlängelte sich in Serpentinen immer weiter nach oben. Meine Ohren plöppten heiter vor sich hin und die Stimmung im Bus war bestens. Mit unserer Gruppe hatten wir wirklich einen wahnsinnigen Glücksgriff gemacht. Obwohl wir alle nicht unterschiedlicher hätten sein können, harmonierten wir als würden wir uns schon ein Leben lang kennen. So ist das manchmal im Leben. 😊 Wir erreichten den höchsten Punkt und der Bus hielt am Straßenrand an. Die Türen öffneten sich und ein kräftiger Wind wehte uns in entgegen. Wir krochen vorsichtig hinter unseren Sitzen hervor und stapften raus in den Wind. Die Landschaft hatte sich kaum verändert. Eine immer noch unwirkliche Welt mit übersichtlicher Farbgebung. Die einzige Farbe, die sich hier verstärkt wiederfand waren hunderte von Gebetsfahnen, die sich durch die Landschaft zogen. ![]() Der starke Wind machte einem das Atmen zusätzlich schwer. 5039 m. So hoch war ich noch nie in meinem Leben. Obwohl ich nicht viel dazu beigetragen hatte und lediglich mit meinem Hintern im Bus gesessen hatte, freute ich mich oben angekommen zu sein. Und ich freute mich darüber, dass ich mich gesund fühlte.☺ Ich versuchte mit jedem Atemzug diese fremde Welt in mir aufzunehmen. Und dann ging es wieder rein in den Bus. Wir hatten noch eine weite Reise vor uns, denn bis Shigatse waren es noch etliche Kilometer. Und so musste das Sitzfleisch wieder ran. Dieses hatte auf dieser Reise ohne hin viel zu Leisten. Die einzigen Entspannungszeiträume hatte es quasi auf den bereits ausführlich erwähnten Toilettengängen, da man hierbei noch nicht einmal an eine sitzende Position denken konnte. 😁 Der Bus tuckelte weiter durch die Hochgebirgslandschaft und vor uns tat sich einer der heiligen Seen auf. Türkises Wasser in mitten dieser grauen Welt. Eine wahnsinnig schöne Welt. Ein weiteres Gefühl von Glück und Zufriedenheit durchflutete mich. 😊 Und das ganz ohne Runners High. An einem Parkplatz machte der Bus nochmal Halt. Zeit zum Füße vertreten. Die Landschaft war auch hier wieder durchzogen von Gebetsfahnen. ![]() Wir kletterten ein paar kleine Hügel rauf und genossen die Berge und die Aussicht auf den See. Es war alles so unwirklich. Nach der kleinen Verschnaufpause ging es wieder rein in den Bus und weiter Richtung Shigatse. Wir überquerten den letzten Pass und dann ging nur noch bergab. Wir mussten schließlich wieder runter auf 3600 m. Ich lehnte meinen müden Kopf gegen die Scheibe und versuchte etwas zu schlafen. Im Bus wurde es ruhiger. Alle nutzten den Moment zum Ausruhen. Ein Entspannungsurlaub war das Ganze irgendwie nicht. 🙆 Nach einer anstrengenden Busfahrt erreichten wir abends dann endlich unser Ziel. Müde und hungrig bezogen wir ein tibetisches Hotel. Oder sollte ich vielleicht lieber sagen ein „kaltes“ tibetisches Hotel. Keine Heizung und nur tropfendes warmes Wasser. Und mir war so schrecklich kalt. Zudem fühlte ich mich durch die lange Busfahrt klebrig und durch die furchtbaren Klos in gewisser Weise auch schmutzig. 😣 Bevor wir uns in unseren „kuscheligen“ Zimmern einnisten konnten, gab es aber erst noch Futter. Oh was freute ich mich auf etwas Essen. Das Essen war wie die letzten Tage irgendwie immer das Gleiche. Zum Glück gab es auch oft Rührei. Dies konnte ich bestens futtern und so kam ich auch gut um den Reis herum. 👍 ![]() Nach dem Essen ging es dann direkt aufs Zimmer. Schließlich mussten wir am nächsten Morgen wieder früh raus, da wir morgen wieder auschecken mussten, um mit dem Bus den ganzen lieben langen Weg wieder zurück nach Lhasa zu fahren. Bevor ich allerdings in die Heia kroch musste ich unter die sparsam Wasser ausscheidende Dusche krabbeln. Ich fühlte mich einfach zu schmutzig und wollte mich von Kopf bis Fuß reinigen. Ich stand gerade unter Dusche und war einmal komplett benetzt mit dem tibetisch einwandfreien Wasser, als mir ein Gedanke durch den Kopf schoss. Gab es in diesem Frosthotel überhaupt einen Föhn?? 😲 Panisch ließ ich meinen Blick durch das Badezimmer schweifen. Von einem Föhn keine Spur. Mein Untergang. Da stand ich nun unter dem eigentlich warmen, aber nur tröpfelnden Wasser und war an Händen, Füßen und Lippen blau vor Kälte und konnte mir nun noch nicht einmal die nass-kalten Haare föhnen. 😨 Das würde ja was geben. Ich angelte mir ein Handtuch und wickelte es schon mal um meine struppige Haarpracht. Den Rest des Körpers versuchte ich unter dem Wasser noch etwas warm zu bekommen. Da dies nicht sehr effektiv war beendete ich irgendwann meine Reinigungstätigkeit und versuchte mich mit Reibungsenergie der Handtücher einigermaßen warm zu bekommen. Ich packte mich in sämtliche Klamotten und zog mir meine Mütze an. Vielleicht würde ich so die Nacht in dem Eiszimmer überleben. 😬 ![]() Ich schaffte tatsächlich die Nacht zu überstehen und das sogar mit Schlafen. Vor dem Frühstück machte ich ein weiteres Workout, was mich auch schön durchblutete und mich auf Temperatur brachte. 💪 Danach ging es dann futtern, packen und auschecken. Ein weiterer Tag im Bus stand an. Allerdings mit verschiedenen Besichtigungen, ein weiteres Kloster und ein Bauernhof. Auf letzteres freute ich besonders. 😊 Die verschiedenen Klöster waren für mich Laien irgendwie alle gleich. Sie waren zwar sehr beeindruckend, aber auch in gewisser Weise anstrengend. Viele Tibeter drängelten sich an einem vorbei. Das Nähe-Distanzverhalten ist irgendwie hier anders ausgeprägt. Für mich ein eher unangenehmes Verhalten, weil die ganze Zeit jemand Fremdes einen berührt. Insgesamt sind die Klöster innen sehr dunkel und bedrückend. Dazu kommt ein penetranter Geruch nach ranziger Butter, der von den Kerzen herrührt. Für mich eine sehr intensive und tolle Erfahrung, aber dennoch auch anstrengend. ☺ Bevor wir das Kloster verlassen wollten ging es dann noch in eine Zeremonie. Sowas hatten wir bisher noch nicht gesehen und eine Vorstellung davon hatte ich nicht im Geringsten. Das was uns dort erwartete war schlichtweg der Hammer. Ich betrat einen riesigen Saal mit Mönchen, die alle samt auf dem Boden saßen. Der Raum war dunkel und es roch nach einer Mischung aus Buttersäure und Weihrauch. Aber das in einer Penetranz, das einem ganz schummrig wurde. Die Mönche brummten und summten irgendwelche Gesänge vor sich hin und blickten uns genauso fasziniert an wie wir sie. Zwei Welten trafen hier aufeinander. Keiner konnte begreifen was der andere für ein Leben führte. Doch eines war auch in dieser fremdartigen Welt vorhanden. Handyklingeln. Mitten im Gesang klingelte ein Handy und einer der Mönche zuckte sein Iphone aus der Kutte und ging ran. Er telefonierte fröhlich vor sich hin und ließ sich von der Zeremonie nicht stören. Ich beeilte mich, um wieder an die frische Luft zu kommen.😬 Wir bezogen wieder unseren Bus und machten uns auf den Weg zurück nach Lhasa. Unser Mittagessen nahmen wir wieder in einem dieser unscheinbaren Restaurants am Straßenrand ein. Von unserem Sitzplatzaus konnte man dem Koch beim Kochen zu schauen was nicht gerade zur allgemeinen Beruhigung beitrug. Wir bemühten uns die hygienischen Bedingungen der Küche auszublenden und uns einfach auf den Essvorgang zu konzentrieren. Dies schien das beste Konzept zu sein. 😉 Nach der Stärkung ging es wieder weiter im Bus. Nun stand noch der Besuch auf einem echten tibetischen Bauernhof an. Darauf freute ich mich schon den ganzen Tag. Nach mehreren Stunden erreichten wir den einsamen und kleinen Hof. Ein paar Kühe standen angebunden in einem übersichtlichen Hof. ![]() Dazu noch ein Lämmchen und ein Kalb. In einem separat abgetrennten Bereich rannten ein paar Hühner rum. Der Wohnraum war allerdings der Oberhammer. Dies war unterhalb jeglicher Vorstellungskraft. Kleine, schmutzige und dunkle Räume. Die Küche war voller Schmutz und gammliger Lebensmittel. Ein Eimer mit sämtlichen Abfällen moderte vor sich hin. Der ganze Wohnraum glich einer Stallung. Von Hygiene war weit und breit keine Spur. Sowas hatte ich noch nie gesehen. ![]() Das einzig Geniale an diesem Anwesen war das Klo. Dieses war nämlich auf dem Dach mit einem grandiosen Ausblick über das Land. Eine bessere Aussicht konnte man beim Verrichten seiner Geschäfte nicht haben. Das einzig Problematische schien mir das Aufsuchen des stillen Ortes mitten in der Nacht. Wer klettert schon gerne im Halbschlaf auf sein Dach?!😂 ![]() Wir verabschiedeten uns von dem Bauern und seinen Tierchen und setzten uns wieder in unseren liebgewonnen Bus. Nun ging es ohne weitere Besichtigungen weiter nach Lhasa. Auf diesem Weg erzählte uns der Reiseführer über tibetische Sitten und Bräuche was uns teilweise ziemlich ruhig werden ließ. Die Tibeter haben verschiedene Formen der Bestattungen. Eine davon ist der Grund warum Tibeter keinen Fisch essen. Darüber hatte ich mir vorher keine Gedanken gemacht. Wenn Kinder sterben werden diese in kleine Teile zerhackt und in den Fluss geworfen. An jenen Stellen werden Gebetsfahnen angebracht. Auf dem Weg nach Lhasa passierten wir lange Zeit einen Fluss, an dem viele, viele Gebetsfahnen jene Stellen von Kinderbestattungen markierten. Wir wurden immer Stiller und Stiller.😕 Hier geht's zu Teil V: https://kuehlschrankberatung.blogger.de/stories/2581772/ ... link (0 Kommentare) ... comment Auf dem Dach der Welt –Teil III-
kuehlschrankberatung, 12:28h
Liebes Tagebuch,
das Erdbeben war zum Glück nach dem anfänglichen Beben zufrieden und hatte die Nacht über nichts Weiteres unternommen, um die Erdplatten in eine optimalere Position zu bringen. Das Hotel stand noch und Lhasa schien von alldem nichts mit bekommen zu haben. ☺ Auf mich hingegen hatte das Erdbeben allerdings schon seinen Einfluss. Denn richtig schlafen konnte ich nach dem ganzen Gewackel nicht mehr. Ich hatte schließlich die ganze Zeit im Hinterköpfchen, dass ich bei einem starken Beben möglichst schnell raus muss auf die Straße. Wie dem auch sei. Von dem Notfallprogramm musste ich ja zum Glück keinen Gebrauch machen. 😁 Vor dem Frühstück spulte ich trotz der Müdigkeit ein kleines Workout durch. Denn schließlich stand ein weiterer Tag im sitzen an. Heute würden wir erst abends in Shigatse ankommen. Wenn denn alles nach Plan laufen würde und Shigatse nach dem Beben noch stehen würde. 🙈 Beim Frühstück erfuhren wir dann, dass es in Indien und in Westtibet sehr stark gebebt hatte. 7,0. Mit anderen Worten hieß das nun allerdings, dass wir in die Richtung des Epizentrums fahren würden. Und das auch noch auf diesen gruseligen Passstraßen auf über 4000 m Höhe. Hoffentlich würde es keine weiteren Beben geben. Ich verdrängte sämtliche Horrorszenarien aus meinem Oberstübchen und gab mich dem Frühstücksbuffet hin. Naja, zumindest versuchte ich dies. Beim Anblick der Möglichkeiten schwand mein Appetit dahin. Die üblichen Gemüsesachen, aber dazu wenigstens Eier in unterschiedlichen Variationen. 😊 ![]() Das Toast mit Marmelade und das gedünstete Brot verweigerte ich weiterhin. Außerdem gab es heute Speck und geröstete Erdnüsse. Das war eigentlich ok.😊 Aber irgendwie schon nicht ganz so klassisch. Aber ich würde überleben.😉 ![]() Und das sogar mit vielen neuen Erfahrungen, also kein Grund zum Jammern sondern nur zur Freude über viel frisches Input aus der großen, weiten Welt. 😊 Nach dem Frühstück rotteten wir dann unsere ganzen Sachen zusammen, checkten aus und bezogen unser Lager im Reisebus. Dies würde für den heutigen Tag unsere Heimat sein. Es ging los. Raus aus Lhasa, rein ins Hochgebirge. Direkt beim Start erzählte uns der Reiseführer, dass vor ein paar Jahren auf dieser Tour ein Reisebus mit 200 Chinesen tödlich verunglückt sei. Na prima, das hätte er sich auch als Überraschung für die Ankunft aufsparen können. Der Grund warum er es jetzt erzählte lag in den Konsequenzen, die dieses Unglück hatte. Denn seit her werden die Busse stärker kontrolliert. Daher fuhr sogar ein Polizist mit im Bus, um den Fahrer zu kontrollieren. Und im kontrollieren sind die Chinesen echte Experten. Überall hängen Überwachungskameras. Selbst der Bus wurde überwacht. Dies führte mehrfach dazu, dass unser tibetischer Reiseführer Fragen, die wir hinsichtlich der Religion und der Regierung stellten nicht beantwortete und dies auch damit erklärte, dass er das irgendwann später mal sagt und nicht im Bus. Tja, irgendwie eine ganz andere Welt und das in vielerlei Hinsicht. Aber was die Fahrt nach Shigatse anging war ich erst mal beruhigt. Der Fahrer musste aufpassen und konnte nicht einfach fahren wie ein Henker. Wir passierten viele Felder, die trotz der Kargheit landwirtschaftlich genutzt wurden. Yaks, Schafe, Ziegen und Kühe weideten ebenfalls auf den weiten Flächen und die Äcker wurden tatsächlich noch in Handbetrieb oder mit vorgespannten Pferden gepflügt. Man hatte den Eindruck in ein Geschichtsbuch eingetaucht zu sein. Das kannte man eigentlich nur von früher. Nach gut zwei Stunden Fahrt machten wir einen Zwischenstopp in einer kleinen Siedlung. Wir waren gestrandet in einer komplett anderen Welt. Einfacher konnte man sich ein Leben nicht vorstellen. Die Wände waren teilweise aus Yak- und Kuhkacke gemacht.😁 ![]() Die Menschen beteten mit ihren Gebetsmühlen vor sich hin und strahlten dabei so wahnsinnig viel Lebensfreude aus. Ich war fasziniert und beeindruckt von dieser positiven Aura. Das erlebt man in unserer Welt eher weniger.😊 ![]() Das Lustige allerdings war, dass selbst in dieser Welt überall Wifi verfügbar ist. Die einfachste Omi mit ihrer Gebetsmühle zuckte plötzlich ein klingelndes Iphone 6 aus dem Umhang. Ein total skurriles Bild. Wir beendeten unsere Besichtigung mit einem erquickenden Toilettengang. An den Standard dieser Toiletten hatte ich mich bisher fast gewöhnt. Was nicht heißen soll, dass ich dies wirklich toleriere, denn eins ist klar, der Zustand dieser Anlagen ist ein potentielles Risiko sich mit diversen Infektionskrankheiten zu bestücken. Leider hatten wir nie die Möglichkeit ein Freilandklo vorzuziehen und waren gezwungen unser Geschäft dort zu verrichten. Und eigentlich habe ich diesbezüglich durch meine Lauferfahrung eine sehr hohe Toleranzschwelle. Aber die sanitären Einrichtungen waren indiskutabel. Kein Wunder, dass die Lebenserwartung hier in Tibet bei gerade mal 58 für den Mann und 60 für die Frau liegt. Das hiesige Klo war in der Hinsicht ganz „nett“, weil man hier nicht unmittelbar in eine Rinne machen musste sondern in einen Haufen Kot, der unter dem Gebäude lag. Somit spritze der ganze Schmodder zumindest nicht hoch. Ein wahres Fest.😂 ![]() Frisch gestärkt mit neuen Eindrücken setzten wir die Reise fort. Je weiter wir fuhren desto karger wurde die Landschaft. Langsam aber sicher schraubten wir uns in Serpentinen durch das Hochgebirge. Immer wieder gingen meine Ohren zu. Der Klassiker in den Bergen halt. 😊 Drei Pässe lagen vor uns. Der zweite würde mit 5039 m der Höchste sein. Mit jedem weiteren Höhenmeter wuchs mein Respekt vor der Höhe und ihren Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. Was würde wohl passieren wenn der Bus auf dem Pass die Türen öffnet und uns die dünne Luft um die Ohren weht?😲 Unser Reiseführer hatte uns erzählt, dass die Tibetbahn anfänglich auf dem höchsten Pass auf 5200 m gehalten hatte und die Türen geöffnet hatte. Bei dieser Aktion sind reihenweise die Leute umgekippt und seit dem fährt die Bahn auf dem Pass durch. Und eigentlich war ich auch mal wieder so wahnsinnig müde. Ich hoffte einfach, dass mein einigermaßen fitter Zustand dies kompensieren würde. 😏 Wir erreichten den ersten Pass. 4441 m hoch. Wir stiegen aus und gingen ein paar Schritte durch die Landschaft. Atemberaubend in mehrfacher Hinsicht. Mein Körper fühlte sich noch ziemlich gut an. Keinerlei Anzeichen der enormen Höhe. Selbst die Kurzatmigkeit hielt sich in Grenzen. Mit Worten kaum zu beschreiben was für eine schöne Kulisse sich uns bot. Dafür nahm ich die Strapazen der Klos und anderen Unpässlichkeiten liebend gerne in Kauf. ☺ ![]() Wir hopsten wieder in den Bus und fuhren weiter. Bevor wir den höchsten Pass überqueren würden, würden wir erst noch ein Mittagessen zu uns nehmen. Mit vollem Bauch über den Pass. Ob das wohl gut gehen würde? 🙈 Nach ein paar Kilometern erreichten wir eine Aneinanderreihung von verschiedenen Häusern. Hier wäre man alleine niemals angehalten. Geschweige hätte hier ein Restaurant erwartet. 😁 ![]() Wir betraten ein ziemlich dunkles Gebäude mit tibetischen Schriftzügen. Die Häuser sind hier in der Regel alle mit schweren und dunklen Matten zugehangen. Die Fenster sind ziemlich spartanisch und somit ist der Anteil des Lichts in den Häusern und Restaurants auch echt mager. Im Restaurant warteten mehrere Töpfe mit tibetischem Essen auf uns. Yak- und Lammfleisch inklusive Knorpel- und Knochenanteil. Für mich verwöhntes „Formfleisch-Weichei“ eine echte Herausforderung. Dazu wieder viel Gemüse und natürlich Reis. Letzteres verschmähte ich natürlich weiterhin. Ich zog wie gesagt die Knorpel und Knochen vor. 😉 ![]() Nach dem Essenerkundigte ich noch etwas die Landschaft. Auf der anderen Straßenseite grasten zwei kleine Ponys still vor sich hin. Wobei man im Grunde kaum von Grasen sprechen kann. Die Landschaft war beige und farblos. Kein grün oder andere Farben, die auf etwas Lebendiges schließen lassen. Und dennoch war hier Leben möglich. Was war ich nur für ein verwöhntes, kleines Menschlein. Worüber ich mir in meinem Alltag so Gedanken machte. Das Leben hier hatte ganz andere Hindernisse zu bewältigen. Ich streunte durch die unwirkliche Welt und dachte über mein Leben nach. Was hatte ich es doch gut. Man sollte viel dankbarer sein und sich öfters im Leben auf die wichtigen Dinge im Leben beschränken. Und man sollte niemals seine Ziele und Visionen aus dem Auge verlieren. Das Leben ist begrenzt und diese Grenzen können schneller kommen, als einem lieb ist. ![]() Wir kletterten gut gesättigt zurück in den Bus. Der höchste Pass stand bevor. Wir waren gespannt was noch vor uns lag und hofften, dass die Henkersmahlzeit auch jenseits der 5000 m unseren Verdauungstrakt nicht vorzeitig verlassen würde. 😁 Hier geht's zu Teil IV: https://kuehlschrankberatung.blogger.de/stories/2581087/ ... link (0 Kommentare) ... comment ... older stories
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Letzte Aktualisierung: 2016.12.16, 19:49 status
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