Kuehlschrankberatung
Sonntag, 18. Oktober 2015
Der zäheste "Zähner" ever
Liebes Tagebuch, 


im Laufe des gestrigen Tages war mir eines eigentlich klar. Ich würde den 10er in Geseke wohl besser nicht laufen. Zu sehr war ich geplättet von der vergangenen Woche. 😯
Von den vielen anstrengenden Kilometern und Einheiten. Alles fühlte sich angematscht und mürbe an. Und so gestaltete ich dann auch meine Nahrungsaufnahme. Kein Kohlenhydrat zu viel.😆 


Heute morgen genoss ich auch ein kohlenhydratarmes Futter, da ich noch immer der Überzeugung war nicht zu laufen. Doch das Wetter überzeugte mich dann spontan doch zu laufen. Hätte ich das mal lieber sein gelassen. Obwohl mir so natürlich einer der zähesten 10er überhaupt entgangen wäre. 😲


Ich ging an den Start und bei den ersten Schritten war mir ziemlich schnell klar, dass das hier nix geben würde. Letztes Jahr konnte ich den Lauf in Geseke sogar gewinnen. Doch heute würde mein Kampf ein ganz anderer sein...😐


Das Startfeld strömte unheimlich schnell davon. Ich hatte den Eindruck innerhalb von Sekunden ans Ende des übersichtlichen Läuferschwarmes zu fallen. Mist, aber schneller ging es einfach nicht. Die Beine fühlten sich zwar einigermaßen an, aber die Atmung limitierte mich stark. Ich schnaufte wie ein kettenrauchendes Walross mit Asthma. 😅
Wenn ich schon so früh zu schnell laufen würde, dann würde das Ganze noch mehr in die Hose gehen als überhaupt schon. Also, Vernunft walten lassen und das Tempo kontrollieren. 


Die Kilometer verstrichen nur in Zeitlupe. Jeder Schritt ein Kampf. Ich gucke zwar nicht auf die Uhr, aber eines war mir klar. Ich bin für meine derzeitige Form langsam unterwegs. Und auch in Sachen Platzierung war hier heute für mich nichts zu machen. Ich kämpfte tatsächlich auf einem 10 Kilometerlauf ums Ankommen. 


Die Beine gingen mit jedem Schritt weiter zu. 🙈Dies wiederum ließ die Atmung weiter ansteigen. Ich wurde immer saurer, aber nicht weil ich mich ärgerte sondern weil mein Körper langsam von Laktat nur so überflutet war. Es ist schon faszinierend wie sich ein Körper so anfühlen kann und wie schwer es sein kann gegen den Schweinehund anzukämpfen. Wie gerne ich unterwegs einfach stehen geblieben wäre. Aber nein, man rennt weiter. Und weiter. Meter für Meter. 👣


Das Startfeld hatte sich mittlerweile ziemlich zersprengt. Ich lief recht einsam. Immerwieder wurde ich mal von einem Läufer versägt. Aber das machte meinen "Laktat-Braten" auch nicht mehr fett. Ich konnte nicht mehr und biss nur noch um irgendwie im Ziel anzukommen. 


Es ist interessant was einem jenseits der Komfortzone für Gedanken 💭 kommen, die einen antreiben und motivieren. Jeder Mensch hat da wahrscheinlich sein kleines Geheimnis oder vielleicht haben auch viele die gleichen Gefühle und Gedanken, die einen ins Ziel tragen. ☺


Der letzte Kilometer zog sich nochmal brutal zäh durch das Geseker Wohngebiet. Ich wollte nur noch im Ziel ankommen und aufhören. Ruhe. Regeneration.Trinken. Essen. Schlafen. Einfach nur das Gefühl der Arbeit genießen und froh sein angekommen zu sein. 😊


Der Zielbogen tauchte auf und anstatt nochmal zu beschleunigen nahm ich das Tempo raus. Die letzte anstrengende Einheit hatte mich nun geschafft. Jetzt heißt es wirklich erstmal ausruhen und verdauen. Und das in mehrfacher Hinsicht. 


Vor dem Auto fand ich immerhin einen Glückscent. Ich hob ihn freudestrahlend auf, genehmigte mir seit langem mal wieder ein Redbull und setzte mich bei "Geboren um zu leben" ins Auto. 😄

Eigentlich fühlte sich so ein anstrengender Lauf im Abgang schon ziemlich gut an. Gerührt von der Musik und dem erschöpften Körper ging es dann in die verdiente Regeneration. 😊👍


Bis bald! 👋

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Letzte Aktualisierung: 2016.12.16, 19:49
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